Lönneberga und Skrolan – Zwei schwedische Hütten in Kölle

Was bisher geschah….

… kurz nach ihrer Geburt im schönen (füge hier einen unaussprechlichen schwedischen Ortsnamen ein) erfuhren die beiden schönsten aller Weihnachtsmarkthütten, Lönneberga und Skrolan, von ihrem Bestimmungsort: Köln! Die Freude war unbändig, denn das ist ja der ganzen Welt klar, Köln ist der Traum aller Weihnachtsmarkthütten und auch sonst von jedem. Die nächste Nachricht hörte sich dann erst mal nicht mehr soooo prunkvoll an – sie waren für den Kleinsten Weihnachtsmarkt der Stadt vorgesehen worden, allerdings, und das freute dann besonders Lönneberga, war auch von einem Ponyhof die Rede und es wurde ihnen versprochen, dass sie nebeneinander würden stehen dürfen. Man beschloss also vorsichtig optimistisch abzuwarten.

In Köln angekommen wurde schnell klar, die Sache mit dem Kleinsten Weihnachtsmarkt der Stadt war kein leeres Versprechen, ihre neue Bleibe im Kirchhof der Lutherkirche beherbergte vielleicht gerade mal zehn Ihresgleichen. Nun ja und die Sache mit dem Ponyhof hatte sich Lönneberga auch anders vorgestellt. Das optimistische abwarten wich einem trotzigen Durchhalten. Und dann? Ja dann fing der Weihnachtsmarkt an und alles wurde auf einen Schlag anders: Sie beherbergten die besten Köche und nettesten Händler, jeden Tag gab es tolle Livemusik und der Platz war oft bis in die Nacht hinein gerammelt voll mit lustigen, fröhlichen Menschen, die es offenbar ziemlich gut fanden an ihren Theken zu stehen und beim ein oder anderen Glühwein über Gott und die Welt zu palavern. Sogar die Sache mit dem Ponyhof stellte sich dann doch irgendwie als richtig heraus, auch wenn Lönneberga und Skrolan das immer noch etwas komisch fanden, viele der Besucher nannten sich selber Ponys. Aber da das eigentlich die Lustigsten von allen waren, fanden sich Lönneberga und Skrolan schnell damit ab und wieherten ihnen manchmal heimlich zu. Als es schließlich am Schönsten wurde und sich Lönneberga und Skrolan schon richtig heimisch fühlten, hörten sie, wie Martin, einer der Oberponys, mit einer Gruppe sportlich gekleideter, trinkfreudiger Frauen über sie sprach. Und das was sie da hörten konnte nicht – durfte nicht wahr sein: Er wollte sie loswerden! Ja gut, die Frauen sahen sehr nett aus, aber was hatten sie falsch gemacht? Warum wurden sie nicht mehr gebraucht? – In den nächsten Tagen gab es kein anderes Thema mehr unter dem Hütten und langsam kam etwas Licht ins Dunkle, alle Hütten würden verkauft werden, nicht nur die Beiden, denn der Weihnachtsmarkt würde noch vor Weihnachten zu Ende sein. Nach und nach bekamen sie dann auch ein bisschen mehr über ihr nächstes Ziel heraus, sie würden in Köln bleiben und sie sollten wohl irgendwie bei einem Projekt für Kinder aus der ganzen Welt mithelfen. Sie beschlossen also wieder abzuwarten und diesem Oberpony zu vertrauen. Am 23.12. wurden Lönneberga und Skolan dann an die Neuen übergeben, ziemlich raue Typen, die sie erst einmal mit Akkuschraubern in ein künstliches Koma versetzten….

…..und aktuell?

Seit Samstag sind sie jetzt in der Aufwachphase. Klar, sie merken noch das lange Liegen und die winterliche Kälte in den Knochen, und auch der Ausblick auf so ein komisches, altes und marodes Clubheim könnte schöner sein, aber schon diese Woche sollen die Kinder vorbei kommen und den Osterhasen haben sie auch schon vorbeihoppeln sehen, und wenn sie ganz nach links schielen können sie wunderschöne blaue Blümchen sehen, und den Sternenschmuck vom Kleinsten Weihnachtsmarkt der Stadt dürfen sie auch behalten…

Lesen sie in der nächsten Folge: Lönneberga und Skrolan erleben Buntes!


Veröffentlicht am 3. April 2018