Sport macht nicht nur Freude, sondern verbindet und stärkt das Selbstbewusstsein. Besonders für Flüchtlinge ist es wichtig, sie bei ihrem Start in einem fremden Land zu unterstützen und über den Sport zu integrieren. Jede Woche bietet das Projekt „Rugby United“ ein offenes Training an, das sich zwar hauptsächlich an Flüchtlinge aus Köln richtet, aber auch eine Plattform bietet, um mit anderen in Kontakt zu treten. Das Training ist spielerisch aufgebaut, so dass jeder unabhängig von Alter, Sprachniveau oder Statur mitmachen kann.  Die Sportart Rugby ist für die meisten noch sehr fremd, aber dennoch weckt das Training große Begeisterung und das gemeinsame Experimentieren mit dem ungewohnten Ball fördert das Gemeinschaftsgefühl. Es sind immer mindestens drei Trainerinnen anwesend, so dass keiner zu kurz kommt und die Gruppe bei Bedarf in Klein und Groß aufgeteilt werden kann. Nach dem Training darf die dritte Halbzeit natürlich nicht fehlen. Ausgepowert und matschig wird nach dem Duschen noch bei Snacks und Getränken zusammengesessen. So kommt man dann noch mal ins Gespräch, lernt neue Kulturen kennen und auch das eine oder andere neue Wort in den verschiedensten Sprachen und verabredet sich für das nächste Training. So sieht man oft dieselben Gesichter in der nächsten Woche wieder, aber es kommen auch immer wieder neue, wodurch jedes Training einzigartig wird.